Emotionale Kompetenz beruht auf mehreren
emotionalen Systemen, über die das Gehirn verfügt. Die
Emotionspsychologie beschäftigt sich mit diesen Systemen.
Sie ist der Oberbegriff.
Schön, dass Sie sich auch für dieses Thema interessieren! Ich beschäftige mich gerne und intensiv damit, seit ich im Ruhestand bin. Im Laufe der Jahre habe ich wichtige Informationen zusammengestellt. Vielleicht finden Sie einige nützlich. Ich begrüße Sie!
In den Augen der akademischen Psychologie bin ich als ehemaliger Chirurg ein krasser Außenseiter, allenfalls das berühmte “blinde Huhn”, das per Zufall mal ein Korn findet.
Ich meine dagegen, im Bereich der Emotionen wenigstens ein “Auge” zu haben. Denn als Arzt habe ich sehr vielen Menschen in ihren auch emotional schweren Stunden beigestanden. Und dann, im Ruhestand, habe ich die Psychologie mit anderen Augen studiert als jene, die vom Abitur weg in die Hörsäle und dann in die Laboratorien oder an den Schreibtisch eilen.
Der Mensch kann nur das bedenken, was er vorher in den Speichern seines Gehirns untergebracht hat. Sein Gehirn beurteilt und gewichtet alle Informationen und integriert sie in schon Vorhandenes. Ich gebe zu, dass ich zum Beispiel bei Emotionen, etwa bei dem Begriff “Angst” nicht vorrangig das assoziiere, was einst Aristoteles oder Sigmung Freud dazu gesagt haben, sondern neue wissenschaftlich belegte Zusammenhänge, gewertet durch Eindrücke und Erfahrungen aus meinem Berufsleben. Und was ich dann schreibe, hat immer Bezug zur Realität.
Lesen Sie auf den nächsten Seiten über einige Begriffe nach,
oder schmökern Sie in den Leseproben aus meinen Büchern
oder überlegen Sie, ob Sie einen Vortrag von mir buchen wollen.
Meine Site hat also mehrere Schwerpunkte. Ich bemühe mich,
So kann ein Gärtner die Rosen so schneiden und düngen, dass sie im nächsten Jahr besonders schön und dankbar blühen. Die Kompetenz kann natürlich auch ein Hobbygärtner haben.
Förderlich ist außer fundiertem Wissen eine lange Erfahrung. Besonderes Vertrauen werde ich zur Kompeten z dieses Gärtners haben, wenn man seine Hingabe zum Beruf und die Liebe zu seinen Pflanzen spürt. Emotionen haben also mit einer rein sachlichen Kompetenz auch etwas zu tun. Aber das ist mit “emotionaler Kompetenz” nicht gemeint. Was meint man damit im Gegensatz zur eher handwerklichen “rationalen” Kompetenz?
Ergänzung
Von diesen und zu benachbarten Themen wird auf den folgenden Seiten die Rede sein. Zu Beginn sei eine vorläufige und allgemeine Defininition gegeben.
Mit “emotional” sind nicht nur die Gefühle im landläufigen Sinn gemeint. Die Emotionen haben im Tierreich eine Alarmfunktion. Angst mobilisiert die Kräfte des Tieres für eine eventuelle Flucht. Zusätzlich bewerten die Gefühle alle Erinnerungen, sodass Angst auch zur Vermeidung von Gefahren beiträgt. Man kann eine Reihe von Funktionen, die mit den Emotionen zusammenhängen und die meist unbewusst wirksam werden, zu Systemen zusammenfassen, die weitgehend unbemerkt viele Prozesse im Gehirn und Körper steuern und dadurch auch wesentliche Teile unseres Verhaltens beeinflussen.
Kompetenz bedeutet ganz allgemein, dass eine Person in einem bestimmten Aufgabenbereich gute Leistungen bringen kann, vielleicht sogar ausnehmend gute, die nicht jeder beherrscht. Emotional kompetent handelt eine Person, wenn sie ohne Nachdenken gegenüber Mitmenschen so zu reagieren vermag, dass die Verhaltensweise der Situation angepasst ist. Wir werden zeigen, dass dann eine besondre Form der Intelligenz, nämlich die emotionale am Werke ist. Sozial kompetent nennt man ein unbewusst korrektes Verhalten, das die Belange der menschlichen Umwelt, insbesondere die Rechte der Mitmenschen gewissermaßen automatisch berücksichtigt.
Die Emotionspsychologie insgesamt ist ein zunehmend wichtiger Bereich in der Psychologie und Soziologie und ein sehr weites Feld im alltäglichen Leben. Die folgenden Seiten sind im Laufe der Jahre entstanden. Ich werde sie weiter vervollständigen mit eigenen Definitionen und mit Hinweisen auf die Literatur.
Zum Inhalt der Site:
Die Navigationsleiste am Anfang des linken Randes der Seite führt Sie zu folgenden Kapiteln:
Hinweis
Einen Eindruck vom Informationsumfang mag die Liste der Stichwörter in der linken Seitenspalte geben. Mittels der Stichwörter können Sie jederzeit gezielt Informationen aufsuchen.
Hinweis zum Browser:
Diese Homepage wurde wurde mit NetObjects Fusion erstellt. Sie läuft problelos mit dem Internet Explorer. Andere Browser ändern leider gelegentlich die Schriftgröße oder gar die räumliche Aufteilung. Die Firma konnte das nicht für alle Browser abstellen. Es gilt besonders für die neue Version des Netscape Firefox. Trotz großer Abstände zwischen den Textabschnitten kommt es leider gelegentlich zu Textüberlagerungen. Ich bedaure das sehr.
Hinweis
Der Inhalt der Site ist im Laufe der Jahre gewachsen. Es sind Themen, die ich interessant fand, aber sie sind nicht so klar gegliedert wie ein Lehrbuch. Vielleicht hole ich das eines Tages nach. Hilfsweise nehme man das Stichwortverzeichnis am linken Rand jeder Seite. Vorläufig findet man eine Gliederung im Aufbau des Inhaltsverzeichnisses meines Leitfadens der Emotionspsychologie.
Vorbemerkungen
Warum schreibe ich immer wieder an diesen Seiten? Es sind im Wesentlichen vier Gründe:
Erstens: Mit 66 Jahren musste ich gemäß der Regeln im öffentlichen Dienst den Arbeitsplatz räumen, da gab es auch keine Ausnahme mehr. Damals (1966) kam die Emotionspsychologie gerade wieder “in Mode”. Ich war überzeugt, als Arzt in der Alltagspsychologie mehr Erfahrung gesammelt zu haben als mancher Fachpsychologe, und hoffte daher, nach gebührender Einarbeitung sowohl den Patienten wie den Mitarbeitern im Krankenhaus zweckdienliche Hinweise geben zu können. Aus dieser Aufgabenstellung heraus habe ich meine ersten zwei Bücher (2004 und 2008) geschrieben.
Zweitens: Als ich Anfang der 50er Jahre neben dem Medizininstudium auch gelegentlich Vorlesungen in der Psychologie hörte, war man damals in Göttingen stolz darauf, sich mit einer naturwissenschaftlichen Ausrichtung von der herkömmlichen geisteswissenschaftlich orientierten Psychologie absetzen zu wollen. Dieser Prozess ist heute noch nicht abgeschlossen, wie das neueste Werk von N. Bischof (2008) belegt. Mir wurde diese Diskrepanz wieder deutlich, als ich auf die Diskussion um den freien Willen stieß: Moderene, naturwissenschaftlich denkende Psychologen beteiligen sich an diesem Disput gar nicht, wohl weil sie zu dem veralteten Begriff vom Willen nichts mehr beizutragen haben. Auf mich aber, den quer eingestiegenen Schmalspur-Psychologen, hört kein Philosoph. Wichtig wäre mir, wenn Juristen das Buch “Das ethische Gehirn” lesen würden. Ich hoffe nämlich, wesentliche Gesichtspunkte zur dringend fälligen Revision der Grundtheorie des Strafrechts, das seit 1.500 Jahren auf dem “Freiheitspostulat” basiert, beitragen zu können.
Drittens: Bei meinen gegenwärtigen “Studien” lasse ich mich von meinem Interesse für mehr oder weniger zufällig auftauchende Lücken in meinem Weltbild leiten, etwa kürzlich dem Problem des Burnout oder dem Bemühen um das Verstehen der Intelligenz oder des Selbst. Ein Nebeneffekt dieses Fachgrenzen übergreitenden Schmökerns ist, dass ich gelegentlich vermute, auf eine interessante Idee, eine Ergänzung oder eine Sythese gestoßen zu sein, die ich in den Ausführungen der parallel zu einander denkenden Spezialisten nicht gefunden habe. So habe ich hier ein begriffliches Gerüst skizziert, in das ich gelegentlich solche Assoziationen einfügen kann. Was ich auf dieser Site festhalte, ist also kein systematisches Lehrgebäude, sondern eine Sammlung von Resultaten einer interdisziplinären “Informationsverarbeitung”. Nicht selten finde ich auch meine grafischen Darstellungen der Zusammenhänge verbreitungswürdig, weil sie sich mir in Vorträgen bewährt haben.
Und viertens schließlich: Die psychologische Wissenschaft schreitet fort, vieles habe ich zu lesen und nachzulernen. So bleibt es nicht aus, dass einige Aussagen in meinen Büchern korrigiert werden sollten. Meine aktuellen Ansichten findet man hier. Vielleicht verliert sich eine Leserin oder ein Leser auf diese Seiten.
http://netobjects.com/index.html

Stichworte
Gehe zu Informationen über:

Prof. Dr. Wolfgang Seidel, Sindelfingen
KemKo