Zusammenfassung der Grundaussagen des Buches

 Die Welt unserer Gef√ľhle wird meist als Gegensatz aufgefasst zu derjenigen des Verstandes und des Denkens. Heute wissen wir, dass beide im Gehirn sehr eng miteinander verkn√ľpft sind. Wir beginnen zu verstehen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen, um ein sinnvolles Reagieren, mehr noch angepasste Interaktion mit anderen Menschen zu erm√∂glichen. Gemeinsam sind Emotionen und Verstand an Planung und Durchf√ľhrung jeder unserer gewollten Aktionen beteiligt. Untrennbar bestimmen sie unser Selbstverst√§ndnis, unsere Weltanschauung, unser Wollen und Handeln und unseren Erfolg im Leben. Es wird gezeigt, wie sich die neue Sichtweise der Gef√ľhlswelt in unsere allt√§glichen Vorstellungen von unserem Verhalten einf√ľgt. Besseres Verstehen wiederum erm√∂glicht dann den erfolgreicheren Einsatz unserer F√§higkeiten und den Ausgleich von Defiziten.

Ein Melde- und Warnsystem f√ľr eine komplizierte Umwelt

Das Verständnis der Zusammenhänge wird erleichtert, wenn man das Gehirn des Menschen als Resultat einer langen phylogenetischen Entwicklung begreift und "Emotion" ganz wörtlich nimmt. "E-movere" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet, aus einem Grund heraus etwas bewegen: Also z. B. wegen einer Bedrohung den Körper in Alarmzustand versetzen.

Ein derartiges Beobachtungs- und Alarmierungssystem, das dann auch gleich die richtige Reaktion einleitet, finden wir schon bei ganz primitiven Tieren. Wenn im Laufe der Phylogenese die Organismen und die Lebensweisen der Tiere immer komplizierter werden, wird nat√ľrlich auch das emotionale √úberwachungssystem umfangreicher. Seine Nerven- und Hormonzellen werden in einem eigenen Organ, dem Gehirn, zusammengefasst. In ihm geschieht die Kontrolle aller K√∂rperfunktionen, die Aufbereitung der eingehenden Messdaten der 6 Sinne √ľber die Besonderheiten in der Umwelt und die Entscheidung √ľber zielgerechte Reaktionen.

Weiter entwickelte Gehirne z. B. von manchen V√∂geln oder den h√∂heren S√§ugetieren k√∂nnen dann auch Erlebtes abspeichern und nicht nur wieder erinnern, sondern als Erfahrung verwerten. Auf der Basis dieser Hirnleistung k√∂nnen sie schlie√ülich geplant handeln. Das Gehirn des Menschen endlich kann noch eine ganze Dimension mehr, es kann nicht nur abstrakt denken, in die Zukunft planen und √ľber eine Sprache kommunizieren und sich selbst bewusst erleben. Es kann auch, und das interessiert in diesem Zusammenhange, viele Abl√§ufe in seinem eigenen emotionalen √úberwachungssystem bewusst beobachten, beeinflussen, √ľberspielen. Die vern√ľnftige Anpassung an unsere komplizierte und sich st√§ndig ver√§ndernde Umwelt wird m√∂glich.

Mit Gef√ľhlen kennzeichnen wir unsere Ged√§chtnisinhalte

Die wichtigsten Gef√ľhle wie Angst, Wut, Ekel oder Freude sind uns angeboren. Aber sie werden in der Folge von Aktivit√§ten des emotionalen √úberwachungssystems modifiziert. Wenn z.B. bei einer Alarmreaktion wegen einer Bedrohung viele Organe aktiviert werden, also Blutdruck und Puls ansteigen, die Muskelspannung erh√∂ht, die Durchblutung von Haut und Darm vermindert und der Wachheitszustand bis zur Erregung gesteigert werden, werden diese Ver√§nderungen sofort den zust√§ndigen Gehirnzentren zur√ľckgemeldet. Dort entsteht ein alles umfassendes K√∂rpergef√ľhl. Es ist bei gro√üer Bedrohung zusammen mit dem angeborenen Angstgef√ľhl unangenehm, aber jedes Mal f√ľr die Situation typisch. Man kann dieses an die jeweilige Situation angepasste Gef√ľhl auch "Emotion" (nach einer anderen semantischen Ableitung) nennen, weil es aus einem Zustand entsteht, der durch die Aktivit√§t des emotionalen Systems hervorgerufen wurde.

Derartige spezifische Gef√ľhle haben eine √ľberaus wichtige Funktion. Sie werden  - gekoppelt mit der Erinnerung an diese spezielle Situation – im Mandelkern des Gehirns abgespeichert und bei Bedarf wieder gemeinsam erinnert. Das Erinnerungsbild hat einen "Gef√ľhlsmarker" (man sagt nach Damasio auch emotionaler Marker) bekommen, der – in diesem Falle - Unangenehmes kennzeichnet und der erm√∂glicht, dass entsprechende Situationen k√ľnftig leichter und schneller gemieden werden k√∂nnen.

Daf√ľr ist allerdings auch noch notwendig, dass ein aktives "intelligentes" System im entscheidenden Augenblick diese passende Beispielsituation im Erinnerungsspeicher findet und zur Entscheidung heranzieht.

Gef√ľhle sind unser Ma√ü zum Bewerten

Besonders wichtig f√ľr ein Erfolg versprechendes Verhalten ist die gro√üe Palette von Gef√ľhlen der Zufriedenheit oder der Freude. Das Individuum wird in die Lage versetzt, blitzartig die wahrscheinlichen Konsequenzen zu beurteilen, die die bisherige Lebenserfahrung bereith√§lt, und kann dann die beste, angenehmste Variante daraus als Sollwert f√ľr das aktuelle Verhalten ausw√§hlen. Wohlbefinden ist ein entscheidendes Regulationsprinzip und –Ziel in allen Organismen. Ein eigenes zentrales "Belohnungssystem" im limbischen Bereich des Gehirns tr√§gt dem Rechnung.

Nicht nur die Erinnerungen sind gef√ľhlsm√§√üig markiert und damit leicht zu sortieren. Jeder Begriff, den wir im Alltag gebrauchen und der irgendeinen pers√∂nlichen Bezug hat, hat emotionale Marker. Sie sind immer vorhanden und wirksam. Wir k√∂nnen sie bei Bedarf ins Bewusstsein holen. Jeder "wei√ü" – bewusst oder unbewusst –, ob er gerade lieber Wurst oder Marmelade mag, wie er zu Knoblauch oder Marschmusik steht, zu Jeans oder Schirmm√ľtzen, Vollb√§rten oder gro√üen Hunden. Jeder bewertet mit Hilfe dieser Gef√ľhlsmarker seine Mitmenschen, √ľberhaupt alles in seiner Umwelt ganz pers√∂nlich und wird dadurch zum unverwechselbaren Individuum. Jeder stellt auf der Basis der emotionalen Marker aber auch Wertehierarchien auf: Welches Getr√§nk ist zum Fr√ľhst√ľck am besten, welches nach einer anstrengenden Wanderung oder am Abend usw..

Und auf der Basis der f√ľr ihn angenehmen Erinnerungen reagiert er dann auch (unbewusst) immer wieder entsprechend und damit in den Augen der Mitmenschen so, wie es f√ľr ihn "charakteristisch" ist. Diese Charaktereigenschaften kann man dort, wo Angewohnheiten eher l√§stig sind, verbessern. Denn das, was man (als Erfahrung) gelernt hat, kann man auch √§ndern, gewisserma√üen umlernen.

Entscheidungen nur mit Hilfe der emotionalen Marker

√úberhaupt: auf der Basis dieser pers√∂nlichen, gef√ľhlsm√§√üigen Pr√§ferenzen trifft jeder seine Entscheidungen jedenfalls dann, wenn es keine entgegen stehenden Sachzw√§nge gibt, ob es sich nun um den Erwerb eines Kleidungsst√ľckes, um die Auswahl unter den abendlichen Fernsehprogrammen oder um die Wahl des Lebenspartners handelt. Ohne die Zuordnung der pers√∂nlichen Marker (z.B. nach Hirnverletzungen) sind Entscheidungen fast unm√∂glich. Ohne gef√ľhlsm√§√üige Voraus-Wahl bieten sich dem Verstand zu viele Alternativen, das Arbeitsged√§chtnis w√ľrde dann f√ľr eine Abw√§gung nicht ausreichen.

Und: nur wenn man entscheiden kann, also nur wenn diese Marker mithelfen, kann man von einem eigenen "Willen" reden, und nur dann kann man auch Verantwortung tragen. Darauf aber beruht nicht nur unser Rechtssystem, sondern auch die Demokratie und unsere ganze Gesellschaftsordnung.

L√§nger anhaltende Gef√ľhle, n√§mlich die Stimmungen regeln den Antrieb zum Handeln. Gl√ľcksgef√ľhl und Hoffnung erh√∂hen die Lust zur Aktivit√§t, bei Depressivit√§t fehlt diese "ungerichtete" Motivation. W√§hrend der Verstand gewisserma√üen die Logistik f√ľr eine Handlung erarbeitet, entscheidet der emotionale Gehirnbereich √ľber den pers√∂nlichen Sinn und Wert des Zieles und damit √ľber unsere Motivation als die Energie, die wir f√ľr die Durchf√ľhrung bereitstellen. Aber auch aus Spa√ü an der Durchf√ľhrung und aus Genugtuung am Erfolg der Handlungen sch√∂pfen wir Lebensmut und Lebenskraft. √Ąhnliches bewirkt unser Selbstwertgef√ľhl nach verdienten Erfolgen (“Erfolgserlebnis”) oder das gute Gewissen, das wir nach dem Befolgen von ethischen Vorgaben versp√ľren.

Multiple Intelligenz umfasst auch die Gef√ľhlssph√§re

Die gewaltige Vielseitigkeit des emotionalen Systems l√§sst eine Art internes Management, eine spezielle Intelligenz erwarten. Wir treffen auf sie zwanglos, wenn wir von der Definition der Intelligenz als der F√§higkeit zum L√∂sen unbekannter Probleme ausgehen. Derartige F√§higkeiten finden sich entgegen fr√ľherer Vorstellungen nicht nur in der Logik oder Mathematik, sondern auch in der Welt des emotionalen Systems. Daher kann man auch von einer "emotionalen Intelligenz" sprechen, die also die "gef√ľhlsm√§√üigen" Reaktionen unbewusst steuert. Man denke zum Beispiel daran, wie schwierig es sein d√ľrfte, mit jemandem zu verhandeln, ohne dessen Gef√ľhle und Einstellungen absch√§tzen und sich darauf einstellen zu k√∂nnen. Die Emotionslage des Gespr√§chspartners ist ein entscheidendes "unbekanntes Problem", jeden Tag, manchmal schon nach einigen kontroversen S√§tzen aufs Neue.

Voraussetzung f√ľr den Einsatz der Intelligenz ist Lernen und √úben: Alle Worte und Regeln seiner Sprache muss das Kind bekanntlich lernen, ebenso die Zahlen und die Regeln der Mathematik, aber auch die richtige Zuordnung seiner Gef√ľhle zu Begriffen und Ereignissen und auch das Erkennen und Beurteilen der Gef√ľhle des anderen. Mit diesen Bausteinen kann man dann in neuen, unbekannten Situationen intelligent handeln.

In seiner komplizierten Welt generiert der Mensch sehr viele Nuancen von objektbezogenen Gef√ľhlsqualit√§ten: Ehr- oder Verantwortungsgef√ľhl, Vaterlandsliebe, Ausl√§nderhass und vieles andere mehr.

Die gekonnte Kombination aus gelernten Verhaltensbausteinen und dem intelligenten Einsatz derselben ergibt eine entsprechende emotionale Kompetenz. Durch gezielten Erwerb von zus√§tzlichen Erfahrungen kann man sie lebenslang vergr√∂√üern und optimieren. Das betrifft nicht nur alle Bereiche des Wissens und K√∂nnens, sondern auch Menschenkenntnis, Teamverhalten und F√ľhrungsf√§higkeit oder soziale Kompetenzen wie Autorit√§t, Kollegialit√§t und Altruismus. Sie begr√ľnden wahre Lebenskunst und haben gro√üe Anteile am Erfolg im Leben und an der Lebensqualit√§t.

Selbstbeherrschung ermöglicht Anpassung und hilft, Versuchungen zu widerstehen

Ein wichtiges Feld der emotionalen Intelligenzist die Selbstbeherrschung. Wer seine Gef√ľhle, zum Beispiel seine Aggressivit√§t nicht im Griff hat, ist ihnen ausgeliefert. Durch gro√üe Wut, heftige Liebe oder gro√üe Angst k√∂nnte er nicht mehr in der Lage sein, seine sonstigen F√§higkeiten optimal zu nutzen. So wird Selbst¬≠Beherrschung zu einer Voraussetzung f√ľr den Einsatz der √ľbrigen intelligenten M√∂glichkeiten und damit zu einem entscheidenden Faktor f√ľr Erfolg im Leben. √Ąhnliches gilt f√ľr Konzentrationsf√§higkeit, Kommunikation, Kompromissbereitschaft und andere. Die Grundlagen sollten schon im Kindergartenalter gefestigt sein und als Voraussetzung f√ľr Schulf√§higkeit gelten.

Selbstbeherrschung verhindert auch, dass man Versuchungen nachgibt. Ehrlichkeit und Zuverl√§ssigkeit werden so praktizierbar, Bestechlichkeit wird verhindert. Zusammen mit angepasstem Verhalten (Beliebtheit) wird eine verantwortliche und soziale Einordnung erm√∂glicht. Die emotionale Intelligenz vermag aber auch, unser Selbstwertgef√ľhl zu heben und die eigene Stimmung zu ver√§ndern, und sie kann die Aggressivit√§t z√ľgeln.

Gewaltigen gesellschaftlichen, aber auch gesundheitlichen Sch√§den kann derjenige vorbeugen, dem es gelingt, emotional intelligent seine √Ąngste im Zaum zu halten, Hektik zu vermeiden oder Aggressionen aufzuarbeiten. Andernfalls drohen Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen und z. B. Alkoholismus. Es wurde bewiesen, dass man dadurch sogar organische Krankheitserscheinungen bis hin zur Entwicklung von Krebsabsiedlungen oder von einem Herzinfarkt in einem erstaunlichen Grade beeinflussen kann. Manches Problem wird man gar nicht bekommen, wesentliche Erfolge wird man in der Ausbildung und im Beruf nachweislich erst erzielen k√∂nnen, wenn man die emotionale Intelligenz nutzt, um eine tolerante oder optimistische Einstellung zu erzeugen. Die emotionalen Intelligenzzentren liegen im Stirnhirn.

Emotionale Intelligenz ermöglicht erst unser soziales Miteinander

Als Empathie bezeichnet man die F√§higkeit, die Gef√ľhle anderer Menschen aus deren Verhalten zu erschlie√üen, den pers√∂nlichen Sinn und den Wahrheitsgehalt ihrer Worte aus Tonfall und Mimik, also aus "nonverbalen" Informatinen zu erkennen. Mangelnde Menschenkenntnis wird in Freundschaft, Ehe und Beruf zu b√∂sen Entt√§uschungen f√ľhren.

Auch dieses K√∂nnen muss man in der Jugend lernen und √ľben. Das Einordnen in den eigenen "Erfahrungsschatz" geschieht ganz automatisch, indem man Stimmlage, Mimik und Gesten des anderen beobachtet und seine Gef√ľhle nachzuempfinden sucht (s. Empathie).

Freilich beruht soziale Interaktion auf einer Art emotionaler Gegenseitigkeit. Wer sich gef√ľhlsm√§√üig an den anderen anzupassen vermag, wird sympathisch wirken und beliebt sein. Mangelhafte F√§higkeit zur Empathie, also den anderen als f√ľhlendes Wesen zu erleben, ist andererseits eine wichtige Ursache von √úbergriffen auf andere bis hin zu Gewaltverbrechen.

Wenn man Empathie zum L√∂sen zwischenmenschlicher Probleme einsetzt, spricht man von interpersonaler emotionaler Intelligenz. Sie ist die Grundlage von Freundschaft und sozialem Verantwortungsgef√ľhl, wird genutzt bei Verkaufs- und Vertragsverhandlungen und ist Grundlage erfolgreicher Teamarbeit. Sie ist Bedingung f√ľr F√ľhrungsqualit√§ten und wichtigste Voraussetzung f√ľr Erfolg im Leben.

Soziale Kompetenz wird bei F√ľhrungskr√§ften immer h√§ufiger vermisst

Die Betriebsabl√§ufe werden komplizierter, die Anspr√ľche der Arbeitnehmer an ein gutes Arbeitsklima steigen. F√ľhrungsfehler werden h√§ufiger gemacht und kritisiert. Ein Beispiel: Die dosierte Verbreitung von Angst ist eine h√§ufige F√ľhrungstaktik, weil Angst bekannterma√üen die Leistungsbereitschaft steigert, also Angst vor Tadel, vor Strafe, vor Entlassung. Aber der Erfolg derartiger Praktiken ist gewisserma√üen dosisabh√§ngig und erfordert subtiles Einf√ľhlungsverm√∂gen. Geringf√ľgig zu gro√üe Angst des Mitarbeiters ist die Ursache von vermehrten Fehlern und begr√ľndet das Zur√ľckhalten wichtiger Informationen.

Die Palette von schlicht ungeschickten bis grob fehlerhaften F√ľhrungsangewohnheiten ist vielf√§ltig, reicht vom unbeabsichtigten Versto√ü gegen die Umgangsformen √ľber die Entt√§uschung der Erwartung der Mitarbeiter bis zu moralisch bedenklichem Verhalten. Selbstkritik erweist sich hier als eine besonders schwierige emotionale Kompetenz. Durch strukturiertes Mitarbeiterfeedback kann unzureichende Selbstkritik kompensiert werden.

Innere Emigranten werden gemacht

Der R√ľckzug in die "Innere Emigration" ist eine h√§ufige, sehr ernst zu nehmende Reaktion auf mangelndes Geschick der Vorgesetzten. Sie wurde in den unteren Schichten hierarchischer Organisationen bei 73 % der Mitarbeiter festgestellt, ist aber auch in den F√ľhrungsebene nicht eben selten. Die "psychologische Ebene des Arbeitsvertrages" wird aufgek√ľndigt.

Psychologisch ist die innere Emigration als Beendigung der Internalisierung der Motivation zu verstehen. Wenn die Persönlichkeit der gestellten Aufgabe keinen inneren "Wert" mehr beimisst, entfällt der persönliche Einsatz, die Leistung bleibt niedrig, der Lustgewinn entfällt. Der Geldgeber hat wirtschaftliche, der Arbeitnehmer emotionale Nachteile.

Die Motivation steigt mit dem Grad der Selbstbestimmung

Dabei g√§be es viele Wege, nicht nur die Leistung selbst, sondern viele weitere Parameter eines pers√∂nlichen Engagements zu optimieren. Hierzu geh√∂ren Selbstwertgef√ľhl und Zufriedenheit, Qualit√§t der Arbeit und Ausdauer, sogar Vitalit√§t und Kreativit√§t. Die Wege f√ľhren √ľber die Erf√ľllung angeborener innerer Bed√ľrfnisse wie das nach Selbstbestimmung, nach sozialer Eingebundenheit, nach Mitbestimmung und das Streben nach Kompetenz. Durch sie setzt die intrinsische Motivation ungeahnte Kr√§fte frei.

Die Motivationsforschung hat in verschieden Theorien und zahlreichen Untersuchungen aber auch vielf√§ltige Konditionen f√ľr die extrinsische Motivation z.B. von Mitarbeitern herausgearbeitet. Fast √ľberall sind Emotionen beteiligt und bedingen die Spitzenleistung. Zum Beispiel ist das Setzen hoher Ziele nachweislich sehr motivierend. Aber die Taktik bleibt erfolglos, wenn der Vorgesetzte nicht auch Feedback gibt, zur rechten Zeit lobt,  oder wenn er gar den Cutt-Off-Level des Mitarbeiters falsch einsch√§tzt. Die Kenntnis der beteiligten Faktoren erm√∂glicht ihren gezielten Einsatz sowohl gegen√ľber Dritten als auch im Rahmen des eigenen Pers√∂nlichkeitstrainings.

Die spezifischen Verhaltensweisen einer Pers√∂nlichkeit definieren ihren Charakter, bedingen ihr Image. Wer die zahlreichen Verhaltensvariationen im Buch liest, wird fast automatisch zu Vergleichen mit den eigenen Reaktionsschemata animiert, vielleicht auch zu dem Wunsch, sein Image aufzupolieren, die eine oder andere Unart abzulegen. F√ľr derartige Vorhaben werden Hilfen angeboten: einerseits zahlreiche konkrete Vorschl√§ge, haupts√§chlich aber ausf√ľhrliche Erkl√§rungen der daf√ľr notwendigen psychischen Mechanismen.

Es ist eine Hauptregel der Lerntheorie, dass Inhalte besser gelernt werden k√∂nnen, wenn deren Grundlagen verstanden und akzeptiert werden. Entsprechend wird im Buch versucht, die fundamentalen Zusammenh√§nge zwischen Verhalten, Motivation und emotionaler Intelligenz darzulegen. Freilich muss dem rationalen Verst√§ndnis dieser Zusammenh√§nge die langfristige Ein√ľbung neuer Einstellungen als k√ľnftige Grundlage vonemotional intelligenteren Verhaltensmustern folgen. Aber wer gewillt ist, kann - in gewissen Grenzen und mit Ausdauer und einem festen Willen, der seinerseits bereits eine emotionale Kompetenz ist - seinen Charakter bzw. sein Image √§ndern und damit Erfolg und Lebensqualit√§t mehren.

 

 

 

 

Erklärung

Gef√ľhle werden unterschiedlich definiert. In Anlehnung an Damasio kann man prim√§re und sekund√§re Gef√ľhle unterscheiden. Die prim√§ren Gef√ľhle sind angeboren, haben ihren Sitz in den Mandelkernen, sind mit Aktivierungs-mustern der Gesichtmuskeln und damit mit typischen Gesichtsausdr√ľcken (Mimik) gekoppelt, und diese sind bei allen Menschen √§hnlich. Sie haben eine gro√üe Bedeutung f√ľr die Empathie.

Erklärung

Es gibt Ausnahmen f√ľr das Neulernen von Angewohnheiten: Beim Rauchen hat man sich eine Sucht angew√∂hnt! Sie loszuwerden, erfordert gro√üe Anstrengungen, evt. professionelle Hilfe.

Erklärung

Wohlbefinden ist die “Belohnung” der Natur, damit man das Verhalten, das f√ľr das √úberleben der Art n√ľtzlich ist, wieder macht. Gute Laune ist aber gleichzeitig gekoppelt mit der ungerichteten Motivation zum (erneuten) Handeln.

Emotionale Kompetenz  –  Gehirnforschung und Lebenskunst

B√ľcher  -  B√ľcher 

Erklärung

Genau genommen handelt es sich um zwei qualitativ verschiedene Formen von Lernen: deklaratives f√ľr Daten aus der Umwelt und prozessurales zum Aneignen bzw. Automatisieren von F√§higkeiten.

p5k1e1Lernen 2 Prinzipien
p5k1Nr1 innere Emigration

Nachtr√§gliche Bemerkung: Innere Emigration praktiziert heute eine √ľberw√§ltigende Mehrheit der Arbeitnehmer. W√§hrend sie aber vor wenigen Jahren noch als eine abzulehnende Form des Dienst nach Fortschrift galt, die keinen maximalen Erfolg erm√∂glichte, sind innere Emigranten heute eher auf Erhalt ihrer Gesundheit bedacht und daher gelitten: Arbeitgeber f√ľrchten, dass Arbeitnehmer dem Burnout-Prozess zum Opfer fallen und dann lange Ausfallzeiten und Gewinneinbu√üen verursachen k√∂nnten. Soweit der Arbeitsstress die entscheidende Ursache f√ľr Burnout ist, sind diejenigen Arbeitnehmer, die sich der inneren Emigration hingeben, kaum gef√§hrdet. Das gilt nicht f√ľr jene Gruppe, die sich aus emotionalen Gr√ľnden (√Ąrger, Wut) dem Leistungsstreben verweigert.

Prof. Dr. Wolfgang Seidel, Sindelfingen

Konzepte zur emotionalen Kompetenz

Inhaltsangabe

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Stichworte

Viele Stichworte wurden mehrfach behandelt . Zus√§tzliche Informationen erh√§lt man durch anklicken von “ X”

 

Abwägen

Alter, gef√ľhltes

Angst

Arbeitsspeicher

angeborene Bed√ľrfnisse; X

Automatismen

Begabung

Belohnungszentrum

Berufswahl; X

Bewertungssystem; X

Bewusstsein

Burnout-Syndrom

Burnout, Vorbeugung

Charakter

Depression; X

Determinismus

Egoismus

eigener Wille

Einstellungen; X; X

Emotionen, primäre; X

emotionale Intelligenz; X

Empathie; X

Empfindungen

Entscheidung

Erfahrung; X

Ethik

Flow

freier Wille

F√ľhrungsfehler; X

g-Faktor

Gef√ľhlsqualit√§t

Gehirnschäden

Gewichtung

Gewissen

Innere Emigration; X

Intelligenz; X; X

Intelligenz, interpersonale

K√∂rpergef√ľhl

Kompetenz, X; X

Kommunikation

Lebensqualität; X

Lernen; X

Marker, emotionale; X

Marshmallow-Test

Menschenkenntnis

Motivation, gerichtete; X

Motivation, ungerichtete

multiple Intelligenz

Optimismus; X; X

Persönlichkeit

Reflex

Selbstbeherrschung; X; X; X

Selbstkritik

Selbstwertgef√ľhl

Soziale Kompetenz; X

Soziopsychologie

soziale Stile

Spiegelzellen; X

Stimmung; X; X

Stress; X

Subjektivität, X; X

Sympathie

Teamfähigkeit; X

Temperament; X

Verantwortung; X; X

Verhalten ändern; X

Weltbild, inneres

Willensbildung

Wohlbefinden

Inhaltsverzeichnis

 

Home - Willkommen

 

1.Emotionspsychologie

1.1    Emotionen

1.1.1    emotionale Intelligenz

1.2    emot. Kompetenz

1.2.1     Referat zur Kompetenz

1.3   Motivationen

1.3.1    Modulation

1.3.2    Charakter

1.4   Temperamente

 

2 Psychologie-Themen

2.1   Intelligenz

2.2  Odptimismus und Gewissen

 

3 Vorträge aktuell

3.0  Videos von Vortr√§gen

3.1   Burnout

3.1.1   Bo.Info

3.2   Lebensqualit√§t

3.3   Chancen durch Emotionen

3.4   Team und F√ľhrung

3.5   Freiheit wozu

3.6   freier Wille

3.7   Intelligenz

3.8   Lehrerseminar

3.9   Personalentwicklung

3.10  medizinische Berufe

3.10.1   Empfehlung

3.11  Sozialp√§dagogik

 

4 Vortrags-Planung

4.1   Das richtige Programm

 

5 Meine B√ľcher

5.1    Der Ratgeber

5.1.1    Inhaltsangabe

5.1.2    Pressespiegel

5.2   Krankenhaus

5.2.1   Inhaltsverzeichnis

5.2.2    Vorwort

5.2.3    Schlussbetrachtung

5.3   ethisches Gehirn

5.3.1    Leseprobe

5.3.2   Strafjustiz

5.4   Burnout

5.4.1    Schlusskapitel

5.4.2   Burnout Leseproben

5.5   Der informierte Patient

5.5.1      Textproben

 

6 Literaturempfehlung

 

7 Kontakt

7.1   Impressum

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